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Darmstädter Ontologenkreis

Ontologie Interdisziplinär

Ausblick

Wechsel zwichen Präsenz- und Online-Veranstaltungen

Aufgrund der Corona-Pandemie, haben wir unsere Kolloquien einige Jahre lang in Form von Video-Konferenzen durchgeführt. Da in diesem Fall Entfernung keine Rolle spielt, hat sich infolge dessen Kreis der Teilnehmer geografisch stark erweitert

Andererseits sind auch persönliche Treffen wichtig!

Aus diesem Grund werden wir in Zukunft zwischen beiden Veranstaltungsformen unregelmäßig wechseln. Sorry, für alle, die bei Präsenz-Meeting nun längere Anfahrtswege haben oder aufgrund der Entfernung nicht teilnehmen können.

Darüber hinaus gibt es in unregelmäßigen Abständen gelegentliche mehrtägige Treffen in einem Tagungshotel.

Nächstes Kolloquium

Andreas Fornefett, PRCSM (Pure Research for Complex Systems Management)

Alles ist …

Eine kurze Geschichte der Systemtheorien von Thales bis zum heutigen F&E Projekt MQM

Der Vortrag rekonstruiert Systemtheorien als Versuche, Ordnung, Wandel und Steuerung komplexer Zusammenhänge begrifflich zu fassen.

Obwohl der klassische Zeitpfeil von Systemtheoretikern selbst als Kennzeichen einer veralteten Überzeugung ausgemacht wurde, setzen die meisten vorhandenen Materialien hinsichtlich einer historischen Genealogie ausdrücklich bei Aristoteles ein: mit Ganzheit, Zweck und Selbstbewegung.

Daran schließen sich das mechanisch-analytische Weltbild von Galilei und Newton, Leibniz' Idee einer universellen Wissenschaft, Kants philosophischer Systemgedanke und Lamberts Systematologie als früher allgemeiner Systementwurf an.

Im 20. Jahrhundert verschieben Bertalanffy, Kybernetik, Informationstheorie und System Dynamics den Fokus auf offene Systeme, Rückkopplung, Modellierung und Simulation; seit den 1970er und 1980er Jahren treten Autopoiesis, Chaos- und Komplexitätstheorie hinzu.

Die Geschichte der Systemtheorien, gleich wie weit man diese fassen möchte, ist keine lineare Fortschrittserzählung. Sie stellt sich eher als eine Folge von Verschiebungen ihrer Grundbegriffe dar, wie beispielsweise: Holistischer Ansatz oder Analyse, offenes oder geschlossenes System, Steuerung oder Selbstorganisation, Objekt, Subjekt, Markt, Feld, Raum, Relation … oder eben wie in diesem Vortrag diskutiert, hin oder zurück zu „Alles ist Bewegung“, heute im Sinne von „Energie“.

Der Vortrag soll damit nicht nur eine historische Orientierung bieten, sondern auch der begrifflichen Übersetzung zwischen Disziplinen dienen. Er mündet in einen offenen Vorschlag, der zugleich an Fragen der digitalen Simulation, Nachhaltigkeit und KI-Anwendungen anschließt.

Anregungen zum Thema:

In Präsenz und Hybrid: