Herzlich willkommen
Wir sind eine Gruppe von Wissenschaftlern, Entwicklern und Anwendern aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten und mit unterschiedlichen Hintergründen.
Aus unseren jeweiligen Perspektiven tauschen wir uns über das Thema Ontologie aus. Was uns zusammenbringt ist die Neugier, voneinander zu lernen, Dinge aus anderen Perspektiven zu begreifen und uns davon zu neuen Ideen inspirieren zu lassen.
In über uns
erfahren Sie
ausführlicher wer wir sind und was wir machen.
Nächstes Kolloquium
Prof. Dr. Jan Cornelius Schmidt
Darmstadt University of Applied Sciences
Department of Social Sciences,
Unit of Social, Culture and Technology Studies
KI als Revolution des Technikverständnisses
Philosophische Reflexionen über nachmoderne Technik
KI boomt wie kaum ein anderes Technologiefeld. Während weitreichende Wirkungen auf Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft zu beobachten sind, ist der epochale Paradigmenwechsel hinsichtlich des Technikverständnisses weithin ungeklärt.
- Wie verändert sich unser Technikverständnis, unserer Technikerfahrung und -Nutzung?
- Wie kann der epochale Wandel im ontologischen Kern von Technik verstanden werden?
- Was bedeutet es, wenn eine derart wirkmächtige Technik weithin eine Black-Box ist – entscheidende algorithmische Operationen also intransparent, opak und erklärungsresistent sind, selbst für die besten Informatikerinnen und Informatiker?
Der Vortrag nimmt eine Klärung aus Perspektive der Technikphilosophie vor. Es wird die These vertreten, dass wir Zeitzeugen der Entstehung eines gänzlich neuen Techniktyps sind: Nachmoderne Technik kann als epochale Ergänzung und Erweiterung der uns vertrauten klassisch-modernen Technik verstanden werden. Der Vortrag legt – vor dem Hintergrund eines systemisch-reduktiven Zugangs und unter Bezugnahme einschlägiger Technikphilosophien – den ontologischen Kern nachmoderner Technik frei. Dieser Kern betrifft die technische Herstellung und trickreiche Nutzung von Instabilitäten – als Quelle von Selbstorganisation und von dynamischer Komplexität und komplexer Eigendynamik.
Damit bilden Instabilitäten die notwendige Bedingung für jene erwünschten Eigenschaften, die mit Großbegriffen verbunden werden, wie: Produktivität sowie Adaptivität und Autonomie.
Der Vortrag beleuchtet die Ambivalenz nachmoderner Technik: Die enormen Produktivitäts- und Performancegewinne werden erkauft durch Kontrollierbarkeits-, Verstehbarkeits- und Antizipations-Limitierungen.
Abschließend wird gefragt, wie spätmoderne Wissensgesellschaften mit nachmoderner Technik prospektiv umgehen können.
-
In Präsenz und Hybrid:
Hochschule Darmstadt,
Fachbereich Informatik,
Schöfferstr. 8b,
64295 Darmstadt
Raum D14/00.15 (Erdgeschoss, Südost-Ecke)